„Später, später bleibt vom Wagen
Nicht einmal die Wagenspur …“ 
(Robert  Gilbert/Mischa Spoliansky)

Die Welt draußen zieht an mir vorbei, Bäume die sich im Wind wiegen, gleißendes Sonnenlicht, das durch die Zweige blinkt, das Geräusch der Reifen auf dem Kopfsteinpflaster der Allee.

Ich erfahre die Welt.
Ich erfahre etwas.
Ich erfahre etwas mit einem anderen Menschen.
Ich erfahre mich selbst.
Ich habe die Welt erfahren.
Ich habe etwas erfahren.
Ich habe etwas mit einem anderen Menschen erfahren.Ich habe mich selbst erfahren.

Doch die Zukunft ist offen und ungewiss.

Ein Weg, eine Strecke, von einem Ort zum anderen und dazwischen, meine Erfahrung braucht Bewegung, von hier nach dort, vorhin, jetzt, dann. Mit meinem Körper durch den Raum und durch die Zeit: Ich empfinde mit meinen Sinnen, ein Gefühl stellt sich ein, Gedanken begleiten mich.

Ich reise, ich durchfahre die Welt, ich erreiche einen anderen Ort, zu einer anderen Zeit. Ich lerne die anderen, die Welt, mich selbst kennen. Ich erforsche mich selbst im Kontakt mit den anderen und der Welt – eine Erkundungsreise, eine Entdeckungsreise.

Erfahren ist aktiv und passiv zugleich, zugleich reflexiv und nicht reflexiv – meine Verhältnisse zu anderen und zur Welt erfahre ich als Verhältnisse zu mir selbst durch andere und die Welt: „me, myself and i.“

Erfahren markiert eine universelle Unterscheidung und eine Grenze und ein sich gegenseitiges Bedingen: die anderen und ich, die Welt und ich, außen und innen, gestern und heute, heute und morgen.

Was bleibt dann von unserer Vorstellung von Autonomie?
Was bleibt dann von unserer Vorstellung von Kontinuität?
Was bleibt dann von unserer Vorstellung von Identität?

“ Niemand, niemand wird dann fragen,
Wer in diesem Wagen fuhr …“

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