morgen ist es soweit, „sexuelle vielfalt: mann, frau, egal?“, fragt sandra maischberger conchita wurst, alice schwarzer, michaela freifrau heeremann, alicia und nicky king, björn höcke und johannes zeller. in meiner facebook-timeline wird dazu über einen boykott der rundfunkgebühren diskutiert. (das ist das alte thema: steuern kürzen, um nicht den verteidigungshaushalt mitzufinanzieren?) was ich stattdessen gerne sehen und hören würde: ein feature mit conchita wurst über kritik und affirmation von heteronormativität. ein feature mit alice schwarzer, darüber, was die akteur_innen der zweiten frauenbewegung vererben werden. ein feature mit michaela freifrau heeremann über die guten und vernunftbegabten gründe, am beginn des 21. jahrhunderts für die katholische naturrechtslehre einzutreten. ein feature mit alicia und nicky king über ästhetische erfahrungen. ein feature mit björn höcke über mitgefühl. ein feature mit johannes zeller über globale gerechtigkeit. „wenn ich mir was wünschen dürfte, käm‘ ich in verlegenheit, was ich mir denn wünschen sollte, eine schlimme oder gute zeit“, sang die dietrich. ich wünschte mir mehr aufklärung und mehr auskunft darüber, welches erkenntnisinteresse denn genau die redaktion von „maischberger“ bei berechnend und ausgerechnet dieser gästeliste hatte. für eine gute zeit wäre wohl mehr verständigung notwendig, für eine schlimme wird es wohl reichen, die sendung bis zum ende auszuhalten.